Visionboard

Was ist ein Visionboard?

Ein Plakat mit Bildern, die dir aus dem Herzen sprechen, die dir Freude machen beim Anschauen und dich davon träumen lassen. Doch das ist nicht alles, was ein Visionboard kann: Was du damit bewirken kannst und wie du es für dich wirkungsvoll gestaltest, erfährst du hier.

Lass uns zu Beginn ein paar wichtige Fragen klären.

1. Was ist ein Visionboard?
Ein Visionboard ist eine Sammlung von Bildern, Fotos und Sprüchen, die deine Ziele optisch wiedergeben. Es ist wie eine Visualisierung, die du im Geiste machst. Tagträumen gehört auch dazu: Du stellst dir vor, wie es wäre, endlich nach Bali zu reisen oder deine eigene Firma zu haben.
Ein Visionboard hält diese Bilder im Kopf auf Papier fest. Dabei kannst du dein Visionboard nur einem Ziel/Lebensbereich widmen, zum Beispiel deiner Partnerschaft oder deiner beruflichen Karriere. Ein Visionboard kann aber auch mehrere Ziele auf einem Plakat zusammenfassen. In der Regel ist die Grundlage für ein Visionboard ein Plakat, das größer ist als DIN A4, damit ausreichend Platz für die Bilder ist. Das Visionboard hängt an der Wand, an einer Schranktür oder Haustür. Dort, wo es präsent ist und du häufig einen Blick drauf werfen kannst. Ein Visionboard kann auch transportabel sein, damit du es zum Beispiel mal mit in den Garten nehmen kannst oder für eine Visualisierung mit in eine gemütliche Position.

2. Warum ein Visionboard?
Damit du die Richtung, in die du gehen möchtest, stets vor Augen hast. Das Visionboard hilft dir, deine Ziele, die du dir mit dem BriefMe Startguide gesetzt hast, in Bilder zu verwandeln. Bilder wirken sehr viel emotionaler als Worte. Und sie haben eine hohe Energie, die sie ausstrahlen, und mit der du dich verbinden kannst. Schaust du dein Visionboard regelmäßig an, zum Beispiel nach dem Aufstehen am Morgen, gehen die Bilder immer mehr in dein Unterbewusstsein über. Denn besonders morgens ist unser Unterbewusstsein offener und zugänglicher für Reize. Was waren noch gleich meine Ziele? Diese Frage wirst du dir mit einem guten Visionboard nicht mehr stellen.

3. Was ist ein Visionboard nicht?
Ein Visionboard ist nicht dafür da, einfach nur Wünsche abzubilden und zu erwarten, dass sie passieren – wie bei der Wunschliste an den Weihnachtsmann. Es geht darum, dass du dich auf deine Ziele einstimmst, dich dafür öffnest, dass sie sich verwirklichen dürfen.
Denn manchmal lehnen wir unbewusst die Ziele noch ab, weil wir denken: “Ach, so viel Geld habe ich nicht verdient. Ich wünsche mir zwar die Gehaltserhöhung, aber das ist doch unrealistisch – und bin ich wirklich gut genug?”
Das Visionboard erledigt die Ziele nicht von selbst. Du wirst aktiv, wie du es mit deinem BriefMe Startguide geplant hast – Schritt für Schritt. Doch das Visionboard unterstützt dich durch die emotionale Verbindung auf deinem Weg.

Zusammenfassung: Das bewirkt ein Visionboard

1.

Es beeinflusst dein Unterbewusstsein und schafft damit Vertrauen und Zuversicht, dass du deine Ziele verwirklichst.

2.

Es hilft dir, dir klar über deine Ziele zu werden. Durch die Bildauswahl fokussierst du dich noch mal anders auf das, was du schwarz auf weiß aufkleben möchtest, und spürst schneller, was passt, und was nicht.

3.

Du bleibst in der Fülle! Schluss mit belastenden Gedanken wie: Ach, das alles habe ich noch nicht, und ich fühle mich so weit entfernt davon. In dem du deine Ziele auf dem Visionboard schon “verwirklicht” siehst, hast du schon heute die positiven Gefühle.

Ein Beispiel für die Wirkung auf das Unterbewusstsein:

Du möchtest nächsten Sommer an einen karibischen Strand fahren und dort Urlaub machen. Das kannst du in dein Visionboard integrieren. Wenn du nun jeden Tag einen Blick auf die schönen Strandbilder wirfst, unterscheidet dein Unterbewusstsein nicht, ob du diesen tollen Strand gerade nur auf einem Foto siehst, oder tatsächlich da bist. Du kannst schon beim Anblick der Fotos genau die Gefühle spüren, die du haben wirst, wenn du wirklich da bist.
Das heißt, du bringst dich unbewusst und bewusst immer mehr auf die Ebene, dass du vertraust, wirklich einmal diese Reise zu machen, und diesen Anblick zu genießen. Du wirst also mit höherer Wahrscheinlichkeit das nötige Geld für die Reise zusammenbekommen, das Ziel für dich definieren, ein gutes Angebot finden, vielleicht auch noch einen tollen Reisepartner oder Reisepartnerin. Weil du daran glaubst, dass es möglich ist.

Tipps für dich: So gestaltest du dein Visionboard besonders wirkungsvoll:

+ Wähle möglichst präzise Bilder für dein Ziel.

+ Doch enge dich nicht unnötig ein: Manchmal weißt du noch gar nicht, was alles auf dich wartet. Beispiel: Du bist nicht glücklich im Job und weißt nicht weiter. Weil es naheliegt, setzt du dir zum Ziel, dich auf eine andere Stelle in derselben Branche zu bewerben. Doch vielleicht wartet noch etwas ganz Anderes, viel Besseres auf dich (andere Branche oder andere Tätigkeit). Lasse dir gerade bei Unsicherheit mehr Raum, wähle Bilder, die eher ausdrücken, wie du dich fühlen willst. Für das Beispiel passt ein Bild mit einer Person, die jubelnd im Büro sitzt.

+ Weniger ist mehr: 1000 Bilder an der Wand schaffen keinen Fokus, sondern Reizüberflutung und schnell das Gefühl: Oh man, das alles soll ich machen? Im Zweifel entscheide dich lieber gegen ein Bild. Auch ein gutes Buch hat nicht mehr, sondern nur so viel Seiten, wie nötig.

+ Denke im Zweifel größer! Du möchtest eine neue, schönere Wohnung, doch das scheint gefühlt noch so weit weg zu sein? Traue dich trotzdem, wunderschöne ansprechende Fotos von deiner Traumwohnung aufzukleben, anstatt dich mit durchschnittlichen Fotos zufrieden zu geben. Das hat nichts mit Größenwahnsinn zu tun, sondern mit dem Raum, den du dir gibst, zu träumen und neue Realität entstehen zu lassen. Wer sich von vornherein beschränkt, wird auch nur das bekommen, was er oder sie sich wagt, vorzustellen.

+ Für nicht-materielle Ziele (z.B. Selbstvertrauen stärken) finde aussagekräftige symbolische Bilder (z.B. Bild mit festem Händedruck, Superheld*in, Baum mit langen Wurzeln)

+ Die Bilder zeigen das, was du willst. Nicht das, was du nicht willst.

+ Du verbindest positive Gefühle mit den Bildern. Wenn du sie anschaust, spürst du (Vor-)Freude, Vertrauen, Freiheit, Sicherheit, Kreativität – was immer deine Werte und deine Lieblingsgefühle sind. Deine Werte hast du mit deinem BriefMe Startguide definiert. Anhand der notierten Werte kannst du deine Bilder abgleichen und prüfen, ob sie wirklich deinen Werten entsprechen – oder zum Beispiel nur die Erwartungen von anderen Menschen erfüllen sollen.

+ Die Größe eines Bildes auf deinem Visionboard sagt etwas über die Wichtigkeit aus – den Raum in deinem Leben. Schau also, dass das, was dir am allerwichtigsten ist, den gebührenden Raum bekommt.

+ Dein Visionboard braucht nicht perfekt oder fertig zu sein. Es kann sich ändern. Einige Bilder werden weichen, dafür wird es neue Bilder geben oder präzisere Bilder, weil du genauer weißt, was du willst.

+ Schreibe gerne noch ein paar erklärende Worte zu einem Bild, wenn dir danach ist.

+ Sprüche oder Schlagworte (Gefühle, Werte) können dein Visionboard optimal ergänzen.

Klingt das an manchen Stellen etwas plakativ für dich? Ja, ein Visionboard darf ruhig plakativ sein. Schließlich sprechen die Bilder für sich selbst und vermitteln dir unverstellt genau das, was du dir wünschst.

Beispiel: Ich möchte ein Buch schreiben und es in einem renommierten Verlag veröffentlichen.

Suche im Internet nach Bildern von Büchern, die dir sehr gefallen. Wie könnte das Cover aussehen? Wie dick ist das Buch? Welches Format hat es? Bei welchem Verlag könnte es erscheinen? Versuche, eine möglichst genaue Vorstellung zu bekommen, ohne dich unter Druck zu setzen, jedes Detail zu bestimmen. Lasse deiner Fantasie und deiner Intuition freien Lauf. Hast du wirklich noch keine konkrete Vorstellung davon? Dann gilt: Mut zur Lücke. Wer sich immer zu stark festlegt, schließt Türen und lässt sich Möglichkeiten entgehen. Spüre in dich hinein, wie konkret du werden möchtest. 

Die BriefMe Visionboard Vorlage

hilft dir, deine Ziele klar auf Papier zu strukturieren. Für jeden Lebensbereich, den du in den nächsten 12 Monaten verändern möchtest, hast du eine Seite. Die Priorität ist dabei absteigend: Seite 1 ist für deinen dir gerade wichtigsten Lebensbereich, Seite 2 und Seite 3 sind dann jeweils PRIO 2 und PRIO 3.
Kannst du erkennen, wie PRIO 1, PRIO 2 und PRIO 3 einander beeinflussen? Wenn du im Bereich Beruf endlich das Gespräch mit deiner Chefin suchst und sie um Teilzeit bittest, und sie dir das genehmigt, verbessert sich die Beziehung zu deinem Partner/Partnerin. Denn zuvor hat eure Beziehung unter dem Druck auf deiner Arbeitsstelle gelitten – und nun hast du mehr Freiraum im Alltag und mehr Raum für eine erfüllte Beziehung.

Gleichzeitig ist die Trennung der drei PRIOs durch deine BriefMe Visionboard Vorlage wichtig. Mein erstes Visionboard war ziemlich chaotisch: Viele Lebensbereiche habe ich damals auf einmal verändern wollen, habe sie durcheinander und ohne Struktur aufgeklebt. So hing die Masterarbeit schreiben direkt neben der Reise und dem Wunsch, endlich regelmäßig zu meditieren. Das Mischen von Zielen erschwert den Überblick – welcher Schritt auf den nächsten folgt, wird nicht mehr ersichtlich.

Außerdem hat die Vorlage auch eine zeitliche Komponente: die Zeit verläuft von unten nach oben. Deinen Anfang machst du heute – unten auf dem Papier. Du bildest damit die Grundlage für deine Ziele. Nach oben hin erstrecken sich die nächsten Monate, bis zu oben angenommen 12 Monate abgebildet hast.

Wie du konkret mit deinem fertigen Visionboard arbeitest

Du hast dein Visionboard fertig, doch all die Bilder darauf sind viel zu schön um wahr zu sein? Vor dir siehst du einen Prozess von 12 Monaten und darüber hinaus. Du hast Zeit. Ein Schritt nach dem anderen, und mit jedem Schritt wächst du in dein neues Leben hinein. So kannst du dein Visionboard regelmäßig verinnerlichen:

1. Stelle dich vor dein Visionboard auf. Schulterblätter ziehen zueinander, Brust raus, Kinn hoch. Fühle deine Füße auf dem Boden, fühle dich geerdet.
Nun schaue dir deine drei PRIOs und die Bilder dazu nach und nach an. Du kannst gerne laut aussprechen, was du siehst. Beispiel: Im Lebensbereich Beziehung sehe ich mich mit meinem tollen Partner, wir beide sind sehr verliebt ineinander, mit ihm reise ich an wunderschöne Orte in Südeuropa und mit ihm führe ich offene und wertschätzende Gespräche, die mir den Rücken stärken für den Beruf und meine persönliche Entwicklung.

2. Binde den Visionboard in deine Visualisierung oder Meditation ein. Setze dich dafür vor dein Visionboard, schau es dir an und schließe mit dem positiven Gefühl, was es in dir erzeugt, deine Augen. Rufe die Bilder vor deinem inneren Auge hervor und schaue, wie du dich dabei fühlst. Lasse die positiven Gefühle stärker werden. Zum Beispiel die Vorfreude, die Liebe, die Ruhe, das Selbstvertrauen. Was auch immer es ist, lass es schon jetzt und hier in dir wachsen. Genieße das Gefühl, das alles schon da ist, in diesem Augenblick.

Du hast noch eine Frage? Schreibe mir gerne an: info@briefme-coaching.de

Viel Freude mit deinem Visionboard und deiner Zukunft. Nur Zukunftsmut, lieber Durchstarter!

Alles Liebe
deine